Duo Rosso

Duo Rosso

Flute & Guitar

Nichts kann der bombastischer Wirkung dieses progressiven Ensembles etwas anhaben. Von Rossini bis hin zu Wangenheim... offerieren beide Leidenschaft, die zum Erlebnis wird.
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About

Das Duo Rosso wurde 2009 in Karlsruhe gegründet. Beide Künstlerinnen Olga Reiser (Flöte)open_in_new und Yuliya Lonskaya (Gitarre)open_in_new haben viele Gemeinsamkeiten: ihre osteuropäische Herkunft, ein raffiniertes musikalisches Stilgefühl und viele Erfolge als Solistinnen bei den internationalen Wettbewerben. Nach einer überragenden Aufnahme beim Publikum ist Duo Rosso ein willkommener Gast bei Festivals und Konzertreihen, u.a. beim Festival zu Ehren Edison Denissows, den Burghofspielen Rheingau, beim Festival „Moderne Musik Holland-Russland“ und den Messdorfer Musikfesttagen.

„Rosso“ bedeutet „Rot“, eine Farbe, die geheimnisvoll und mutig ist. Duo Rosso wagt, verzaubert und reißt das Publikum in die Welt der magischen Kammermusik mit.

Das Besondere an Konzerten von Duo Rosso ist nicht nur die geschickte Verflechtung von Barock Klassik, Romantik und Jazz, sondern auch eigene Interpretationen von bekannten Stücken. Die erstaunliche Kombination aus eleganter Klassik und spritziger Moderne wird jeden Musikliebhaber begeistern. Die perfekte Verbindung von Klangfarben der Gitarre und Flöte und persönliche Ausstrahlung der Musikerinnen machen Konzerte von Duo Rosso zu einem unvergesslichen Ereignis.

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Quelle: Wiesbadener Burgfestspiele

Die Farben Der Musik

Die Farben der Musik – coloriert und präsentiert vom Duo Rosso Im Rahmen der Wiesbadener Burgfestspiele präsentierte das Duo Rosso im Kaisersaal des Bürgerhauses in Wiesbaden-Sonnenberg ein hinreißendes Konzert, das noch lange in der Erinnerung der Zuhörer/innen bleiben wird. Aber der Reihe nach: Schon vor Beginn des Konzertes war der Veranstalter aufgrund der unerwartet hohen Besucherzahl genötigt, die Bestuhlung im Kaisersaal um mehr als das Doppelte zu erhöhen, so dass die beiden blutjungen Musikerinnen pünktlich im nunmehr vollbesetzten Konzertsaal mit der Aufführung beginnen konnten.

Das Duo Rosso – Olga Reiser/Querflöte und Yuliya Lonskaya/Gitarre – präsentierte sich schon beim Betreten der Bühne in optisch sehr ansprechender Form, was im weiteren Verlauf des Konzertes durch die musikalisch nachvollziehbare und angenehm wirkende Mimik der Gitarristin sowie die harmonisch fließende Körperhaltung der Flötistin verstärkt und weiter ausgebaut wurde. Keine übertriebenen Allüren, kein künstliches Gebaren auf der Bühne, sondern pure Harmonie von Körper und Musik – eine Augenweide.

Von den zwölf gespielten Werken handelte es sich – mit einer Ausnahme – um Bearbeitungen von bekannten und weniger bekannten Musikstücken namhafter und nicht so bekannter Komponisten, die ursprünglich von diesen z.B. für Streicherensembles, Klavier oder auch für das Bandoneon geschrieben und vom Duo Rosso (und anderen Bearbeitern) gekonnt, intelligent und in überzeugender Form für die Besetzung Gitarre/Flöte angepasst wurden. So hat man Bach, Granados, Dvořák, Paganini, Chopin, Rossini, Giuliani, Tschaikowski, Piazolla, Sardinha u.a. nur selten oder noch nie gehört! Schon durch die Auswahl der dargebotenen Musikstücke ergab sich eine Fülle musikalischer Farben, reichte doch der musikgeschichtliche Bogen über vier Jahrhunderte von Vertretern des Barock und der Romantik bis hin zu Werken der Gegenwart, einschl. eines fetzigen Jazz als Zugabenstück. Relativ häufig handelte es sich dabei auch um Tanzformen wie Walzer, argentinischen Tango oder einer Tarantella – ein süditalienischer furioser Tanz, der (folgt man der Ausführung der Gitarristin, die dieses Stück ankündigte) davon handelt, dass ein Mensch von einer im Mittelmeerraum anzutreffenden Spinne, der „Tarantella“, gebissen wurde und der Gebissene bis zur völligen Erschöpfung tanzte, um das Gift und den Schmerz aus dem Körper zu treiben. Auch durch diese verschiedenen Tänze wurde ein kunterbuntes Kaleidoskop präsentiert.

Neben den Tänzen fiel bei der Programmauswahl insbesondere auf, dass sehr viele Stücke von den Komponisten vorgesehene Themenwiederholungen bzw. Variationen einzelner Themen enthielten. Hierbei gelang es den beiden Musikerinnen meisterhaft, Themenwiederholungen bzw. deren Variationen musikalisch so klug und unterschiedlich zu gestalten, dass es eben keine reine Wiederholungen mehr waren, sondern die Zuhörer gespannt zu sein schienen, wie ein Thema noch anders interpretiert werden konnte. Das war spannend und vermittelte abermals den Eindruck einer unendlichen Fülle von musikalischen Farben.

Last but not least boten die beiden Solistinnen selbst ein buntes Panoptikum im Umgang mit ihren Instrumenten: So vermochte Olga Reiser mit ihrer Flöte durch wahnsinnig schnell gespielte Melodienläufe (das Ohr kam kaum noch mit dem Hören nach), gebrochene Akkorde in Dur und Moll, glissando-ähnlich gespielte chromatische Tonleitern über zwei Oktaven, Ausnutzung des Tonumfangs der Flöte über mehr als drei Oktaven, gehauchte und ausgehaltene Töne im 3-fachen Piano in der dritten Oktave (!) meisterlich zu präsentieren. Aber auch extreme und fast schon brutale Akzente wie das Überblasen einzelner Töne im Fortissimo gelangen ihr überzeugend. Ihre Mitspielerin, Yuliya Lonskaya an der Gitarre, überzeugte nicht minder: Wieviel grandiose Technik steckt dahinter, wenn sie beispielsweise mit Daumen und Zeigefinger ein pochendes Ostinato zupft, während die übrigen drei Finger der rechten Hand gleichzeitig Akkorde und Melodien spielen, die zur Flötenbegleitung passen! Flageolettgriffe in allen Tonhöhen und auf allen Saiten gezupft überzeugten ebenso wie die von ihr angeschlagenen oder gerissenen Töne und Akkorde, glissandohafte Notenvorschlä- ge oder das Trommeln lateinamerikanischer Rhythmen auf der Gitarre (hierbei wurde die Gitarristin vom Publikum in hervorragender Weise unterstützt!). Bei einem von ihr solistisch vorgetragenen Werk begleitete Frau Lonskaya die eigenständige Melodie ihrer Gitarre mit einem von ihr gesungenen Lied aus ihrer osteuropäischen Heimat. Mit ihrer angenehm klaren und natürlichen, aber ausgebildeten Stimme, ohne künstlich übertriebenes Vibrato, fügte sie dem Konzert weitere musikalische Farben hinzu.

Das musikalische Zusammenspiel der beiden Solistinnen war geprägt von einer außerordentlichen Perfektion auch bei schwierigsten Passagen. Es war ein Genuss, den beiden zuzuhören und zuzuschauen! Bei einigen Musikstücken beeindruckte in ganz besonderer Weise der Abschluss, wurden doch oftmals von beiden Läufe in schwindelerregendem Tempo gespielt, die unvermittelt und ohne Nachklang aufhörten (so als renne man mit vollem Tempo gegen eine Wand), und das in einer Präzision, die ihresgleichen sucht. Es war aber auch kaum zu übersehen, dass beide Künstlerinnen unendlich viel Freude und Spaß am gemeinsamen Spiel hatten. Es gehört nicht viel Weitblick dazu, um den beiden Musikerinnen auf der Grundlage ihrer technischen Perfektion und außergewöhnlichen Musikalität eine große Zukunft vorherzusagen.

Die – trotz Mikrofon und Verstärker - oftmals (zu) leise Ankündigung der einzelnen Stücke durch die Solistinnen (es gab kein ausgedrucktes Programm) sowie gelegentlich auftretende minimale Intonationsschwierigkeiten taten dem hervorragenden Gesamteindruck des Abends keinen Abbruch.

Das Publikum bedankte sich mit einem auffallend lang anhaltenden Applaus nach jedem einzelnen Stück sowie mit begeistertem Beifall am Schluss des Konzertes. Dieser Abend wurde dem Titel „Die Farben der Musik“ unter vielerlei Aspekten gerecht. Die Veranstalter der Burgfestspiele Wiesbaden-Sonnenberg hatten damit (wieder einmal) ein rundherum gelungenes Highlight gesetzt. Wolfgang Hirsch

Quelle: Berchtesgadener Anzeiger
30.06.2017 Das »Duo Rosso« verwöhnt Zuhörer mit Werken aus Barock und Renaissance

Musikalische Sahnetörtchen

Die perfekte Verbindung der Klangfarben von Gitarre und Querflöte haben die hingerissenen Konzertbesucher in der Kirche St. Walburg im Kultur- und Bildungszentrum Seeon bei einem Konzert des »Duo Rosso« erlebt. Das charmante Duo teilt nicht nur seine osteuropäische Herkunft, sondern – und vor allem – dieselbe Liebe zur Musik, wobei der Name des Duos für genau das steht, was es konzertant abliefert: Das aus dem Italienischen stammende Wort »rosso«, übersetzt rot, symbolisiert Feuer, Herzblut, Lebensfreude und Verführung.

Olga Reiser (Querflöte) und Yuliya Lonskaya (Gitarre) begeisterten als »Duo Rosso« mit ausgewählten Werken aus Barock und Renaissance in der Kirche St. Walburg in Seeon. (Foto: Benekam)

Damit hatten die beiden attraktiven Musikerinnen Olga Reiser (Querflöte) und Yuliya Lonskaya (Gitarre) nicht zu viel versprochen. Mit Werken aus dem Barock und der Renaissance, in zum Teil eigener Bearbeitung für Gitarre und Querflöte, passte diese Musik hervorragend in die kunstvolle Kirche St. Walburg: ein Hochgenuss für Auge und Ohr.

Mit der Sonata Nr. 2 op. 2 für Flöte und Gitarre von dem italienischen Komponisten Benedetto Marcello war das Konzert stilvoll eröffnet. Das zweisätzige Werk war ursprünglich für Blockflöte und Basso continuo komponiert (den beim Duo Rosso die Gitarre übernahm). Das Werk bestach im Adagio mit melancholischer Romantik, ruhig und getragen in klaren Linien klangschöner Melodik, im Allegro, in getriebenem Tempo und aufgehellter Stimmung. Zum Träumen schön. Nicht weniger begeisterte die Sonata e-Moll in vier Sätzen BWV 1034 von Johann Sebastian Bach, die das »Duo Rosso« im Anschluss im harmonischen Zusammenklang und mit spürbarer Musizierfreude darbot.

Antonio Vivaldis Concerto in c-Moll op. 44 in drei Sätzen, das ursprünglich für ein Streichorchester komponiert wurde, erfuhr in der Bearbeitung von Lonskaya eine krasse Reduktion auf nur ein Zupfinstrument. Kaum vorzustellen, dass nur eine einzige Gitarre ein gesamtes Streichorchester ersetzen kann, doch dem virtuosen Duo gelang in dieser Bearbeitung ein klangschönes musikalisches Abenteuer.

Ein weiterer Höhepunkt war im Anschluss die Fantasie No. 1 aus »Zwölf Fantasien für Violine solo« von Georg Philipp Telemann, welche Lonskaya für Gitarre bearbeitet hatte. Ohne Notenblätter zelebrierte die Spitzengitarristin Telemanns Fantasie, leidenschaftlich und mit einer traumwandlerischen Sicherheit, die die Zuhörer restlos begeisterte. Nicht minder genial machte sich Olga Reiser die Fantasie No. 10 für Flöte solo zu eigen: Fließende, fast tänzerische Bewegungen und die anmutige Haltung der Flötistin zu ihrem brillanten Spiel bescherten ihr verdient begeisterten Applaus.

Der musikalischen Sahnetörtchen nicht genug hielt das sympathische Duo noch drei Lieder von John Dowland bereit: Die Lieder des englischen Lautenspielers und Komponisten der Renaissance erfuhren im 20. Jahrhundert durch Sting eine ansprechende Wiederbelebung. Eben dies schaffte das »Duo Rosso« in der St.-Walburg-Kirche in Seeon mit drei seiner bekanntesten Lieder. »Come again«, »Flow my tears« und »Fine knacks for Ladies« aus dem »Book of Ayres for Voice and Lute«, zu der die junge Gitarristin mit klarer, natürlicher, aber offenbar ausgebildeter Singstimme die Zuhörer verwöhnte. So wäre sie Sting ernst zu nehmende Konkurrenz gewesen.

Mit der Badinarie aus der Suite Nr. 2 BWV 1067, einem der bekanntesten Werke von Johann Sebastian Bach für Flöte, in dem die Gitarre einmal mehr ein gesamtes Streichorchester ersetzen musste, war viel zu schnell das letzte Stück des abwechslungsreichen Konzerts erreicht. Zwei Zugaben erklatschten sich die restlos begeisterten Konzertbesucher, wobei Rossinis »La Danza« (Tarantella) genauso wenig als Rausschmeißer wirkte wie Dvoraks »Humoresque«. Kirsten Benekam

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